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Bündnis „Recht auf Schule für Alle in Sachsen“ ist online

Als Projekt Lesezeichen des AGIUA e.V. unterstützen wir seit mehr als 20 Jahren geflüchtete Kinder und Jugendliche, die auf einen Schulplatz an einer deutschen Schule warten. Die alltägliche Arbeit zeigt, dass sich die Vermittlung an Schulen in den letzten Monaten zwar beschleunigt hat, für manche junge Menschen jedoch nach wie vor eine längere Wartezeit auf einen geeigneten Schulplatz besteht.

Am 21. März 2026 hat das Bündnis “Recht auf Schule für Alle in Sachsen”, ein Zusammenschluss verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen, dazu eine Website und folgendes Statement veröffentlicht:

Tafel mit weißer Kreideschrift und Zeichnungen. Oben steht in großen Buchstaben: 'SCHULE FÜR ALLE!'. Darunter sind gezeichnete Hände, ein Schulgebäude und eine Sprechblase mit dem Wort 'Schule' zu sehen. Im unteren Bereich steht: 'Besuch unsere neue Website schulefueralle-sn.de'. Im Vordergrund rechts unten liegen eine braune Papiertüte und ein Stiftebecher auf einem Tisch. Am unteren Rand sind mehrere Logos von Organisationen abgebildet.Auch wenn sich aufgrund gesunkener Zuzugszahlen die Wartezeiten auf einen Schulplatz zwischenzeitlich verkürzt haben, bleibt das Thema aktuell. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es immer dann, wenn es aufgrund geopolitischer Entwicklungen zu einem Anstieg von Fluchtmigration auch nach Sachsen kommt, dem Grundrecht auf Bildung nicht im gesetzlich vorgegebenen Rahmen Rechnung getragen wird. Die Ursache sieht das Bündnis vor allem in strukturellen Gründen. Das Schulsystem ist regelmäßig überfordert, wenn die Anzahl schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher durch Migration steigt.

„Das System ist auf Kante genäht“, sagt Dr. Kristian Garthus-Niegel vom im Bündnis vertretenen Sächsischen Flüchtlingsrat. „Migrationsbewegungen sind nicht planbar, doch dass sie periodisch auftreten, wissen wir seit vielen Jahren“. Deshalb wäre ein Vorhalten ausreichender Kapazitäten der richtige Weg, so Garthus-Niegel. Was wir sehen, ist das Gegenteil: Im Bereich Schule wird weiter gespart, und die Auswirkungen bekommen Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung besonders stark zu spüren.

Auch die bevorstehende Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wird zahlreiche Veränderungen mit sich bringen. Es kann u.a. zu verlängerten Aufenthaltszeiten in Aufnahmeeinrichtungen kommen, die keine adäquate Bildungsangebote gewährleisten können. Anna Michels-Boger vom Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. fordert: „Um einen rechtzeitigen Bildungszugang im Rahmen von GEAS sicherzustellen, darf die Aufenthaltszeit schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher in Aufnahmeeinrichtungen maximal 2 Monate betragen. Es muss alles dafür getan werden, Bildungslücken zu vermeiden.“

Die vollständige Pressemitteilung sowie die neue Website finden Sie unter https://schulefueralle-sn.de/